Die Lehren des 7. Spieltags: Favoriten scheitern in Masse
Der siebte Spieltag meinte es nicht gut mit den Favoriten. Sie sind in Masse gescheitert – Resultat ist, dass die Bundesliga einen neuen Tabellenführer hat. Aber der Reihe nach: Gänzlich unerwartet kassierte der FC Bayern München eine 1:2-Pleite gegen die TSG Hoffenheim und büßte so den ersten Rang ein. Borussia Dortmund und der SC Freiburg konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen. Das direkte Duell endete 2:2. Für den BVB war es bereits die dritte Partie in Serie, die mit genau diesem Resultat ausging. Schwarz-Gelb lässt derzeit viele Punkte liegen, was sich am Ende der Saison rächen könnte.
Auch Leipzig und Schalke können nicht gewinnen
RB Leipzig und der FC Schalke hätten von diesen Patzern der Topteams profitieren können – taten es jedoch nicht. Und insbesondere die Bullen werden sich fragen lassen müssen, weshalb. Leipzig trennte sich nur 1:1 von Bayer Leverkusen. Die Werkself führte zwar zwischenzeitlich, aber eigentlich hätten die Sachsen mindestens fünf Tore schießen müssen. Allein Timo Werner vergab Chancen für drei Spiele.
WeiterlesenVfL Bochum: Die merkwürdige Entlassung des Robin Dutt
Robin Dutt ist nicht länger Trainer des VfL Bochum. Eigentlich ist dies nicht ungewöhnlich: Der Zweitligist sammelte aus den ersten vier Spielen gerade einmal zwei Punkte. Gegen Wehen Wiesbaden lag der Ruhrklub zuletzt sogar 0:3 zurück, erreichte dann aber durch eine Energieleistung doch noch ein 3:3. Die üblichen Mechanismen des Geschäfts haben gegriffen – könnte man denken. Doch in diesem Fall war es anders: Dutt provozierte seine Entlassung selbst – ironischerweise wollte er eigentlich genau das vermeiden.
Dutt dachte intensiv über Rücktritt nach
Nach der Partie gegen Wiesbaden stellte sich Dutt selbst zur Diskussion. Er wolle das Gespräch mit seinen Vorgesetzten suchen, so der 54-Jährige. Man sollte sich grundsätzlich austauschen, „vor allem über meine Position“, schilderte Dutt weiter. Man dürfe die Situation nicht unterschätzen und er sei grundsätzlich bereit, sich dieser Verantwortung zu stellen. Der Verein könne nicht mit einem angezählten Trainer in die kommenden Wochen gehen, so der frühere Freiburger. Er wolle deshalb nicht warten, „bis die üblichen Mechanismen des Geschäfts greifen“ und lieber von selbst gehen.
WeiterlesenFC Schalke 04: Schubert wirft Nübel den Fehde-Handschuh vor die Füße
Markus Schubert sorgte für eine Überraschung beim FC Schalke 04. Der neu verpflichtete Torhüter weilte bereist bei der Mannschaft, obwohl er dies eigentlich noch gar nicht musste. Da er mit Deutschland bei der U21-EM das Finale erreichte, hätte der Keeper eigentlich noch ein paar Tage Urlaub machen können. Darauf verzichtete er jedoch freiwillig. Schubert habe ihm gesagt, dass neun Tage Erholung gereicht hätten, erklärte Schalkes neuer Trainer David Wagner, der erkennbar zufrieden mit dem Feuereifer ist, mit dem sein Schlussmann seinen Dienst bei den Knappen aufnimmt.
Klares Zeichen an Nübel
Der „kicker“ interpretiert Schuberts Frühstart als deutliches Zeichen an Alexander Nübel – die eigentliche Nummer eins der Knappen. Das Fachmagazin dürfte damit nicht falsch liegen. Schließlich war Nübel für Deutschland auch bei der U21-EM und hat sich dagegen entschieden, seinen Urlaub zu verkürzen. Obwohl man dies auch fraglos nicht verlangen kann, sichert sich Schubert im Duell mit Nübel durch seinen abgekürzten Urlaub ein erstes Sternchen für besonderen Fleiß.
WeiterlesenU21-EM: Deutschland besiegt Dänemark klar
Titelverteidiger Deutschland ist mit einem klaren Sieg in die U21-EM 2019 in Italien und San Marino gestartet. Die Elf von Bundestrainer Stefan Kuntz setzte sich im ersten Gruppenspiel mit 3:1 gegen Dänemark durch. Mann des Tages war dabei ohne Zweifel Marco Richter, der an allen drei Treffern seiner Mannschaft beteiligt war. Insbesondere nach vorne zeigte die deutsche Mannschaft ein gefälliges Spiel. In der Defensive wackelte das Team hier und da allerdings noch.
Spielbericht: Verdienter, aber kein triumphaler Sieg
Deutschland zeigte gegen Dänemark den Prototyp eines Arbeitssiegs. Die DFB-Elf war in jeder Hinsicht überlegen, aber spielte keinen triumphalen Fußball. Insbesondere in der Anfangsphase hatte die deutsche Mannschaft mit den gut verteidigenden Dänen zu kämpfen und konnte sich kaum Torgelegenheiten erspielen. Dann allerdings entschied sich Richter dafür, deutliche Eigenwerbung in eigener Sache zu betreiben. Der Augsburger spielte groß auf.
In der 27. Minute zog der Linksaußen aus 14 Metern ab. Ein dänischer Verteidiger fälschte den Ball noch leicht ab, der so unhaltbar in den Kasten der Nordeuropäer segelte. Noch vor der Pause hätte Deutschland eigentlich auf 2:0 erhöhen müssen, aber vergab gleich eine Reihe guter Gelegenheiten. Auf der Gegenseite blieb Dänemark blass. Borussia Dortmunds hochgelobter Bruun Larsen wurde beispielsweise aus gutem Grund vorzeitig ausgewechselt.
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