Monatsarchive: Oktober 2022

Drama bei Hertha BSC Berlin eskaliert: Windhorst bietet Verein Rückkauf seiner Anteile an

Ein „Big City Club“ sollte Hertha BSC Berlin werden. So verkündeten es die Vereinsverantwortlichen und die von Lars Windhorst geführte Tennor Holding beim Einstieg der Investmentgesellschaft im Sommer 2019. Drei Jahre später wäre es eine schamlose Untertreibung zu sagen, dass das Projekt gescheitert ist. Selbst die Beschreibung „in Scherben liegen“ wird dem eigentlich nicht gerecht, was sich in den letzten Monaten ereignete. Das Ganze ist inzwischen derart eskaliert, dass Windhorst Hertha einen Rückkauf der Tennor-Anteile zum damals gezahlten Preis anbietet. Er sieht „keine Basis und keine Perspektive“ für eine weitere Zusammenarbeit.

Windhorsts schwere Anschuldigungen

In einer offiziellen Tennor-Pressemitteilung über das Rückkaufangebot greift Windhorst Herthas neuen Präsidenten Kay Bernstein scharf an. Zwischen dessen Erklärungen und seinem „folgenden Verhalten“ bestehe ein großer Unterschied. Mit ihm habe es zu keiner Zeit „eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe“ gegeben. Alle Entscheidungen der vergangenen drei Monate seien mit Tennor als Mehrheitsgesellschafter weder besprochen noch abgestimmt worden. Das eigene Angebot, Hertha weiter finanziell zu unterstützen, habe Bernstein abgelehnt. Stattdessen habe er einen Bruch mit ihm und Tennor als das Ziel seiner Handlungen benannt. Der Präsident sei an einer „vertrauensvollen und seriösen Zusammenarbeit erkennbar nicht interessiert“.

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