Gerichtsurteil: Dem deutschen Fußball droht ein Beben
Gerhard Zuber hat vor dem Amtsgericht Hannover gegen seinen Arbeitgeber Hannover 96 Recht bekommen. Die Richterin gab seinem Antrag auf Entfristung seines Arbeitsverhältnisses statt. Wenn dieses Urteil in den weiteren Instanzen standhält, droht dem deutschen Fußball ein Beben, wie es dieses zuletzt durch das Bossmann-Urteil gab. Möglicherweise hat es Folgewirkungen für ganz Europa.
Zuber hat mehr bekommen, als er wollte
Zuber war sportlicher Leiter der 96er und wurde als solcher gefeuert. Ursprünglich ging es darum, wann sein Beschäftigungsverhältnis enden würde. Die Niedersachsen gingen von 2020 aus. Der 44-Jährige pochte auf 2021. Die Anwälte Zubers zauberten dann allerdings ein juristisches Kaninchen aus dem Hut. Wer länger als sechs Jahre in Deutschland bei einem Arbeitgeber tätig ist, darf eine unbefristete Einstellung fordern und diese notfalls einklagen. Dies gilt nur dann nicht, wenn „aufgrund der Besonderheit der Arbeitsleistung eine unbefristete Einstellung unzumutbar wäre.“
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