Transferwahnsinn: Modeste verklagt Köln auf Teilnahme am Trainingsbetrieb

Der Wechsel von Anthony Modeste nach China nimmt immer kuriosere Züge an. Der 1. FC Köln hatte den 29-Jährigen vom Trainingsbetrieb freigestellt, damit jener die letzten Modalitäten seines Transfers in die chinesische Super League perfekt machen könnte. Laut „Bild“ sind noch steuerrechtliche Fragen zu klären. Modeste ist deshalb auch nicht im Trainingslager der Kölner in Österreich. Und dies missfällt ihm offenbar, denn der Angreifer klagt, dass er wieder am Trainingsbetrieb der ersten Mannschaft des FC teilnehmen dürfen soll. Und die Uhr für den China-Wechsel tickt erbarmungslos.

Kammer-Termin für den 13. Juli anberaumt
Dass die Klage von Modeste tatsächlich eingereicht wurde, hat das Kölner Arbeitsgericht selbst im Rahmen einer Pressemitteilung bestätigt. Man habe einen Kammer-Termin für den 13. Juli anberaumt, heißt es in dieser, um zwischen den Parteien zu schlichten. Dies könnte allerdings fast schon zu spät sein: Bis zum 14. Juli muss der Wechsel von Modeste nach China über die Bühne sein – oder er ist gescheitert. Das Transferfenster der Super League schließt an diesem Tag. Für Köln wäre das dramatisch. Laut „Sport1“ soll die Ablöse in Höhe von 35,7 Millionen Euro bereits auf dem Konto der Domstädter eingegangen sein. Warum lässt sich Modeste also noch auf ein Gerichtsverfahren ein und klagt auf die Teilnahme am Trainingsbetrieb, wenn er doch eigentlich 24 Stunden später ohnehin in China unterschreiben müsste?

Möchte Modeste gar nicht mehr nach China?
Möglicherweise ist der Hintergrund von allem, dass Modeste gar nicht mehr in die Super League wechseln möchte. Stattdessen soll er einen Transfer nach Frankreich zu Olympique Marseille anstreben. Dies ist spekulativ, aber sein Verhalten würde so Sinn ergeben. Der Spieler lässt den China-Transfer platzen, hat sich aber so unmöglich verhalten, dass der FC ihn so schnell wie möglich loswerden möchte. Modeste könnte nach Frankreich gehen – wenn denn die Ablöse stimmt.

Mainz stellt seinen neuen Trainer vor

Der FSV Mainz hat einen neuen Trainer gefunden. Wie der Club erklärte, will man den Mannschaftsleiter für die kommende Saison am Mittwoch auf einer Pressekonferenz vorstellen. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um Sandro Schwarz.

Die Pressekonferenz ist für 13 Uhr angesetzt und dürfte das bestätigen, was ohnehin schon viele vermuten. Mainz setzt weiter auf Trainer aus den eigenen Reihen. Sandro Schwarz trainierte in den vergangenen beiden Jahren die U23 des Vereins. Nach dem Ende der Saison läuft sein Vertrag aus und der Trainer äußerte den Wunsch, den nächsten Schritt zu machen.

Dieser wird nun nicht bei einem anderen Verein erfolgen, sondern weiterhin bei den Mainzern. Der 38-Jährige tritt die Nachfolge von Martin Schmidt an, der seinen Trainerposten nach dem erreichten Klassenerhalt abgab. Schmidt stand schon während der Saison immer wieder in der Kritik, trotzdem hielten die Vereinsverantwortlichen an ihm fest. Weiterlesen

Hoffenheim gewinnt 8-Tore-Spiel gegen Gladbach

Eine Woche nach dem schwachen Auftritt und der Niederlage in Hamburg hat sich die TSG Hoffenheim eindrucksvoll zurückgemeldet. In einer spannenden und höchst unterhaltsamen Begegnung schlug die Mannschaft von Julian Nagelsmann Borussia Mönchengladbach mit 5:3.

Dass beide Mannschaften in Sinsheim angetreten waren, um Tore zu schießen, zeigte sich schon früh in der Begegnung. Bereits nach neun Minuten traf Ádám Szalai zum 1:0. Demirbays Freistoß war zunächst bei Sandro Wagner gelandet. Dessen Kopfball ging aber nur an die Latte, sodass Szalai anschließend abstauben konnte.

Der ungarische Stürmer war auch derjenige, der in der 24. Minute auf 2:0 erhöhte. Nach Vorbereitung von Zuber und Rudy traf Szalai zum zweiten Mal am Nachmittag. Gladbach brauchte anschließend fast genau zehn Minuten um das Spiel auf den Kopf zu stellen. In der 31. Minute sorgte Vestergaard für den Anschluss, bevor Stindel nur vier Minuten später zum Ausgleich traf. Beide Tore fielen allerdings unter strittigen Umständen. Während Vestergaard sich beim 2:1 zumindest an der Abseitsgrenze bewegte, leitete Jonas Hofman das 2:2 mit einem klaren Handspiel ein. Vor allem der zweite Treffer hätte nicht gegeben werden dürfen. Weiterlesen

EL: Gladbach gelingt irre Aufholjagd

Wer nach 29 Minuten des Europa League-Rückspiels zwischen dem AC Florenz und Borussia Mönchengladbach noch auf die Fohlen gewettet hat, darf sich über einen reichlichen Geldregen freuen. Erinnern wir uns: Der Bundesligist hat das Hinspiel der Zwischenrunde gegen die Italiener mit 0:1 in der heimischen Arena verloren. Und das Rückspiel in der Fremde hätte für Gladbach kaum schlechter beginnen können: Bereits nach 15 Minuten lag man mit 0:1 durch ein Tor von Nikola Kalinic zurück. In der 29. Minute erhöhte Borja Valero sogar auf 2:0 für die Florentina. Gladbach war tot, dachte man zumindest. Doch irgendwie gewannen die Fohlen doch noch mit 4:2.

Der Spielbericht: Ein schmeichelhafter Elfmeter hilft der Borussia
Trotz des drastischen Rückstands nach einer halben Stunde war der Fußballgott an diesem Tag Borusse. Gladbach bekam kurz vor der Pause (44.) einen schmeichelhaften Foulelfmeter nach einem Schubser gegen Patrick Herrmann. Lars Stindl verwandelte den Strafstoß zum Anschlusstreffer. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff konnte Stindl zudem zum Ausgleich abstauben. Florenz war geschockt und erholte sich von diesem Schrecken nicht mehr. Fortan lief das Spiel genauso wie sich Gladbach es wünschte. Weiterlesen