EL: Gladbach gelingt irre Aufholjagd
Wer nach 29 Minuten des Europa League-Rückspiels zwischen dem AC Florenz und Borussia Mönchengladbach noch auf die Fohlen gewettet hat, darf sich über einen reichlichen Geldregen freuen. Erinnern wir uns: Der Bundesligist hat das Hinspiel der Zwischenrunde gegen die Italiener mit 0:1 in der heimischen Arena verloren. Und das Rückspiel in der Fremde hätte für Gladbach kaum schlechter beginnen können: Bereits nach 15 Minuten lag man mit 0:1 durch ein Tor von Nikola Kalinic zurück. In der 29. Minute erhöhte Borja Valero sogar auf 2:0 für die Florentina. Gladbach war tot, dachte man zumindest. Doch irgendwie gewannen die Fohlen doch noch mit 4:2.
Der Spielbericht: Ein schmeichelhafter Elfmeter hilft der Borussia
Trotz des drastischen Rückstands nach einer halben Stunde war der Fußballgott an diesem Tag Borusse. Gladbach bekam kurz vor der Pause (44.) einen schmeichelhaften Foulelfmeter nach einem Schubser gegen Patrick Herrmann. Lars Stindl verwandelte den Strafstoß zum Anschlusstreffer. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff konnte Stindl zudem zum Ausgleich abstauben. Florenz war geschockt und erholte sich von diesem Schrecken nicht mehr. Fortan lief das Spiel genauso wie sich Gladbach es wünschte.
In der 55. Minute traf erneut Stindl, der sich damit endgültig das Prädikat „überragender Mann des Spiels“ verdient hatte, zum 3:2 für die Fohlen. Dank der Auswärtstorregelung war die Borussia jetzt weiter, ein Treffer von Florenz hätte allerdings alles zunichte gemacht. Doch dazu waren die Italiener einfach nicht mehr in der Lage. Stattdessen war es erneut die Borussia, die zum Torerfolg kam: Nach einer Stunde markierte Andreas Christensen per Kopf den Endstand von 4:2. Unter dem Strich hatte Florenz das Spiel in 17 Minuten verloren.