Reus entscheidet sich für die Liebe – und bleibt beim BVB
Der monatelange Poker um die Zukunft von Marco Reus ist beendet. Der deutsche Nationalspieler verlängerte seinen Vertrag bei Borussia Dortmund vorzeitig bis 2019. Anders als das alte Arbeitspapier, das 2017 ausgelaufen wäre und es Reus erlaubt hätte, Schwarz-Gelb im Sommer für eine Ablöse von ca. 25 Millionen Euro zu verlassen, besitzt der neue Kontrakt keine Ausstiegsklausel. Anders als früher berichtet, ist der Vertrag auch nicht nur für die Bundesliga gültig, sondern würde auch in der zweiten Liga gelten. Fraglich ist allerdings, ob Dortmund Reus dann noch bezahlen könnte: Durch seine Unterschrift verdient der 25-Jährige künftig zehn Millionen Euro pro Jahr. Er ist der absolute Gehaltskönig bei den Borussen.
„Entscheidung fürs Leben“
Abgesehen von sportlichen Ausnahmesituationen – wie z.B. einem Abstieg der Borussia – ist ein Wechsel von Reus in Zukunft wohl vom Tisch. Es handele sich „um eine Entscheidung fürs Leben“, teilte die Seite des Spielers nach der Unterschrift mit. Reus möchte also für den Rest seiner Karriere in der Stadt seiner Geburt und beim Verein seines Herzens bleiben. Beim BVB könnte man damit sehr gut leben. Die Bosse erklärten nach dem Deal, dass der Offensivspieler eine Ära „wie Uwe Seeler beim Hamburger SV oder Steven Gerrard beim FC Liverpool prägen“ solle.
Fehlte es an Alternativen?
Wer die Liebesgeschichte um Reus und den BVB allerdings nicht glauben mag oder zu schön findet, der wird bei „Sport1“ in seiner Meinung bestärkt. Dort heißt es, dass der 25-Jährige auch deshalb verlängerte, weil er eigentlich keine vernünftige Alternative gehabt habe. Der FC Bayern habe schließlich bereits vor einiger Zeit abgewunken, bei Real Madrid gebe es bereits mehr als genug talentierte Mittelfeldspieler und der FC Barcelona befinde sich schließlich unter dem Transferbann und dürfe gar nicht kaufen. Allerdings verschweigt dieser Darstellung, dass die Königlichen bereit waren, das Angebot vom BVB zu verdoppeln, um Reus nach Madrid zu holen. Die nötige Wertschätzung war hier auf jeden Fall gegeben.