Köln trennt sich von Manager Schmadtke
Der 1. FC Köln trennt sich überraschend von Manager Jörg Schmadtke. Der Verein gab am Montagabend bekannt, dass man sich im beiderseitigen Einvernehmen auf eine Vertragsauflösung geeinigt habe. Eigentlich wäre Schmadtkes Vertrag in Köln erst im Jahr 2023 ausgelaufen. Trainer Peter Stöger darf dagegen vorerst weitermachen.
Der Schritt für die Vertragsauflösung sei nach einer intensiven Analyse von Verein und Manager erfolgt. Demnach haben beiden Seiten sehr unterschiedliche Ansichten darüber gehabt, wie die sportliche Ausrichtung des Klubs in der Zukunft gestaltet werden soll. Schmadtke selbst erklärte, dass er mit der Vertragsauflösung den Weg für neue Impulse freimachen will.
Der 53-Jährige war seit Juli 2013 im Verein und hatte gemeinsam mit Trainer Peter Stöger die sportlich stabilste Ära in Köln seit 20 Jahre geschaffen. Unter anderem gelang es dem FC in der vergangenen Saison, sich erstmals seit 25 Jahren wieder für den Europapokal zu qualifizieren.
In dieser Saison folgte dann aber der große Absturz. Die Kölner verloren die ersten fünf Spiele in der Bundesliga und hätte beinah den Rekord für den schlechtesten Bundesligastart aller Zeiten eingestellt. Auch nach neun Spieltagen ist der FC in der Liga immer noch ohne Sieg und steht mit lediglich zwei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. In der Europa League läuft es ähnlich schlecht, bisher verlor Köln alle drei internationalen Spiele.
Trotz der schlechten Leistung der Kölner gab es bisher allerdings keine Anzeichen dafür, dass die Arbeitsplätze von Trainer Peter Stöger oder Manager Jörg Schmadtke bedroht wären. Allerdings muss sich Schmadtke durchaus den Vorwurf gefallen lassen, dass es ihm nach dem Abgang von Anthony Modeste nicht gelungen ist, einen treffsicheren Ersatz zu verpflichten. Die 35 Millionen Euro haben die Kölner unter anderem in Jhon Córdoba investiert, der bisher jedoch kaum Treffsicherheit zeigte und zudem aktuell verletzt ist.
Generell ist der Angriff die große Problemzone des FC. In neun Bundesligaspielen gelangen lediglich drei Tore. Schmadtke hatte daher schon angekündigt, dass man im Winter noch einmal investieren wird. An diesem Plan dürfte sich nichts geändert haben, nur wird nun wohl ein anderer Manager die Offensive verstärken.