Fortuna Düsseldorf: Bemerkenswerte Klausel in Ayhans Vertrag
Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass Kaan Ayhan eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag bei Fortuna Düsseldorf hat. Die „Bild“ berichtete, diese liege in der Höhe von 2,5 Millionen Euro. Sofort zeigten einige Vereine Interesse an dem Innenverteidiger. Insbesondere der VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen und Werder Bremen sollen intensiv über eine Verpflichtung des 24-Jährigen nachdenken. Die „Sport Bild“ hat jüngst allerdings einige Inhalte der Meldung der Schwester-Publikation korrigiert. Die Klausel ist demnach höher dotiert. Zudem enthält sie einen bemerkenswerten Passus.
Ayhan hat Interesse daran, teurer zu werden
Die Ausstiegsklausel hat laut „Sport Bild“ eine Höhe von vier Millionen Euro – und nicht etwa von 2,5 Millionen Euro. Ayhan wäre damit allerdings immer noch ein Schnäppchen. Dies weiß auch die Fortuna, weshalb ein zusätzlicher Passus eingebaut wurde: Lässt sich der Innenverteidiger teurer verkaufen, erhält er die Hälfte des Überschusses. Als Beispiel: Würde Bremen den 24-Jährigen für sechs Millionen Euro verpflichten, würde eine Million an den Spieler fließen. Fortuna bekäme insgesamt fünf Millionen: Vier Millionen für die Klausel und eine Million als 50 Prozent des Überschusses.
Wie reagieren die Vereine?
Auf den ersten Blick erscheint diese Art der Klausel genial zu sein. Fortuna hat den Spieler dazu motiviert, sich teurer als die eigentlich festgeschriebene Ablöse verkaufen zu lassen. Interessierte Vereine müssten also tiefer in die Taschen greifen oder ihr Interesse an dem 24-Jährigen beerdigen.
Auf dem zweiten Blick ist der Plan allerdings weniger brillant. Dieser Passus kam schon in einigen Verträgen zum Einsatz und am Ende gewannen stets nur die Spieler. Die interessierten Vereine reagieren immer gleich: Sie zahlen den Überschuss als Handgeld an den Akteur aus und bedienen nur die Ausstiegsklausel. So sparen sie sich die 50 Prozent für den abgebenden Verein. Um im Beispiel zu bleiben: Bremen würde vier Millionen Euro an Fortuna auszahlen und dem Spieler als Handgeld eine Million überweisen. Dieser verzichtet im Gegenzug auf die höhere Ablöse.