Beisters Abschied beim HSV: Wenn es nur Verlierer gibt

Der Abschied von Maxi Beister nach sieben Jahren beim Hamburger SV und sein Wechsel zu Mainz 05 wird zum Sinnbild dafür, wie hässlich das Geschäft Bundesliga sein kann. Und ganz nebenbei wirft es ein sehr schlechtes Licht auf die Kompetenz oder den Charakter von allen Beteiligten. Allerdings kommt keine Partei dabei so schlecht weg wie der HSV, denn der Dino hat sich beeindruckend vorführen und ausnehmen lassen.

600.000 Euro Abfindung für den „Spieler ohne Markt“
Hamburgs Sportchef Peter Knäbel, der inzwischen doch sehr große Zweifel an seiner Kompetenz weckt, weigerte sich, überhaupt mit irgendwelchen Interessenten für Beister zu sprechen. Für diesen Spieler gebe es keinen Markt, so der Sportchef der Hanseaten. Es mache deshalb keinen Sinn, mit irgendwem zu reden. Das Arbeitspapier von Beister wurde deshalb „im gegenseitigen Einvernehmen“ aufgelöst. Der Offensivspieler erhielt zudem 600.000 Euro Abfindung, um keine 24 Stunden später einen Drei-Jahres-Vertrag bei Mainz 05 zu unterschreiben. „Sechs bis sieben Bundesligisten“ hatten laut Christian Heidel, Manager der Rheinhessen, Interesse daran, Beister künftig zu beschäftigen.

Auch Beister und Mainz 05 sehen schlecht aus
Aber nicht nur der HSV machte in dieser Geschichte doch eine reichlich schlechte Figur, sondern auch der FSV Mainz 05 und der Spieler selbst. Die Rheinhessen wussten ganz genau, was passierte und ließen ihren Konkurrenten ins offene Messer laufen. Aus geschäftlichen Erwägungen ist dies sicher nachvollziehbar, besonders gut aussehen tut es dennoch nicht.

Beister selbst hatte zahlreiche weitere Interessenten an seiner Person, nicht zuletzt seinen Ex-Klub Fortuna Düsseldorf. Niemandem von diesen sagte er persönlich (oder über seinen Berater) ab, sondern zog es vor, dass diese Klubs von seiner Entscheidung aus den Medien erfahren würden. Dies ist reichlich schlechter Stil – den er mit sehr guten Leistungen vergessen machen muss. Sonst gibt es künftig tatsächlich keinen Markt für den Spieler Beister.

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