HSV: Bei Abstieg klafft zehn Millionen-Loch im Etat

In wenigen Tagen könnte das eigentlich Unvorstellbare zur Realität werden: Der Hamburger SV, der bislang noch nie absteigen musste, spielt künftig nur noch in Liga zwei. Selbst ein Sieg gegen den FC Schalke 04 reicht möglicherweise nicht, um den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen, wenn die anderen Ergebnisse schlecht laufen – was aufgrund von zwei direkten Duellen der unmittelbaren Konkurrenten alles andere als unwahrscheinlich ist. Trainer Bruno Labbadida gestand bereits ein, dass sich die eigene Ausgangslage „dramatisch verschlechtert“ habe. Wenn der Abstiegsfall tatsächlich eintritt, muss sich in Hamburg einiges ändern. Ein riesiges Loch klafft in dem Fall im Etat, wie die „Bild“ berichtet.

HSV fehlen zehn Millionen Euro im Etat
Der Abstieg in die zweite Liga bedeutet finanzielle Einbußen im erheblichen Ausmaß. Der HSV verliert in einem solchen Fall beispielsweise 14 Millionen Euro bei den TV-Geldern, zehn Millionen Euro im Sponsoring sowie eine siebenstellige Summe im VIP- und Logenbereich. Der Etat muss von jetzt 120 Millionen Euro auf dann nur noch 75 Millionen Euro zurückgefahren werden – was für die zweite Liga immer noch Rekord wäre. Das Problem für die Hanseaten: Die Verträge von Spielern sind so zugeschnitten, dass man im Abstiegsfall zwar spart, aber nicht genug. Selbst mit Transfererlösen (beispielsweise für Rene Adler) reichen die eigenen Einnahmen nicht. Es fehlen laut Quelle zehn Millionen Euro,

Zeitdruck bei der Lizenz
Der Noch-Bundesliga-Dino hätte zudem für die Lizenz nur sehr wenig Zeit, um zu erklären, wie er die Lücke im Fall eines Falles schließen möchte. Im Rahmen der Lizenzierung verlangt die DFL bis zum 3. Juni eine entsprechende Antwort. Dies sind gerade einmal zwei Wochen. Laut „Bild“ wird Klaus-Michael Kühne „wohl“ kein weiteres Geld in Liga zwei mehr zuschießen. Den sportlich so schwierigen Wochen könnten ebensolche in wirtschaftlicher Hinsicht folgen.

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