Ärger um neuen Bundesliga-Ball!

In 46 Tagen startet die neue Bundesligasaison und zum Jubiläum wird es auch wieder einen neuen Spielball geben. Das letzte Modell „Torfabrik“ wurde erneut überarbeitet und soll scheinbar wie eine Rakete abgehen. Natürlich gehen dadurch die Meinungen über das neue Spielgerät wieder weit auseinander.

Vor allem die Torhüter sind verärgert, da ihnen ihre Arbeit durch den neuen Flatterball wieder einmal schwerer gemacht wurde. Hier eine Kommentare nach den ersten Trainingseinheiten:   „Er ist leichter als der alte. Den kannst du beim Abschlag fast übers gegnerische Tor schießen.“ Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)   „Der Ball wird von Jahr zu Jahr ekliger.“ Markus Miller (Hannover 96)   „Er eiert mehr rum.“ Sebastian Mielitz (Werder Bremen)   „Wir Torhüter sind wieder die Dummen!“ Christian Wetklo (Mainz 05)   Die Spieler sehen die Sache natürlich ganz anders, denn ihnen bietet das neue runde Leder ein ganz anderes Spielgefühl und ermöglicht es ihnen vor allem durch Distanzschüsse leichter zum Abschluss zu kommen.

„Ich finde es eher gut, dass der Ball flattert. Er erhöht die Chancen auf Tore.“ Simon Rolfes (Kapitän Bayer Leverkusen)   „Ich kann verstehen, dass sich die Torhüter aufregen.“ Aaron Hunte (Werder Bremen)   Doch was sagt Hersteller Adidas selbst über das neuste Produkt? „Die neueste Generation der Torfabrik wurde so intensiv getestet wie nie. Spiel- und Flugeigenschaften wurden weiter optimiert“, so der Pressesprecher Oliver Brüggen. Der Ball wiegt bei einem Durchmesser von 68,9 Zentimeter rund 432 Gramm und hat im Vergleich zum Vorgängermodell eine abgeänderte, golfballartige Oberfläche. Nach der Einführung des „Torfabrik“ in der Saison 2010/11 vielen 28 Tore mehr als in der Spielzeit zuvor, in der darauf folgenden Saison allerdings auch wieder ein paar weniger. Den Fans dürfte es also Spaß bereiten, wenn es durch die neuen Fußbälle tatsächlich mehr Treffer zu bejubeln geben würde.   Ob pro oder contra Torfabrik, der neue Ball wird in der kommenden Saison benutzt also müssen sich alle Teams und implizit die Torhüter bestmöglich auf dessen Eigenschaften einstellen.

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