SV Werder: Millionenpoker um neuen Innenverteidiger
Ursprünglich wollte der SV Werder Bremen im Winter auf dem Transfermarkt untätig bleiben. Doch die Gegentorflut in den letzten Spielen und die Verletztensituation in der Defensive hat die Verantwortlichen anscheinend zum Umdenken gezwungen. Wie die „Bild“ berichtet, bemühen sich die Hanseaten um einen neuen Innenverteidiger. Ziel der Begierde ist demnach der Japaner Takehiro Tomiyasu, der seit etwa einem Jahr seine Brötchen beim belgischen Erstligisten VV St. Truiden verdient. Dort überzeugt der 20-Jährige mit konstant guten Leistungen. Ein erstes millionenstarkes Angebot der Bremer haben die Belgier laut Quelle bereits abgelehnt – allerdings nicht ohne Gegenofferte.
Sechs Millionen Euro sind St. Truiden zu wenig
Werder hat laut „Bild“ sechs Millionen Euro geboten, um den Japaner im Januar ans Weserstadion zu lotsen. Die Belgier störten sich demnach sowohl an der Summe wie auch an dem Wechselzeitpunkt. St. Truiden ist so zwar angeblich bereit, den 1,88 Meter großen Japaner abzugeben – aber erst im kommenden Sommer. Zudem fordern die Belgier mindestens 10 Millionen Euro Ablöse. Während es bei der Summe von beiden Seiten so klingt, als könnte man sich im Rahmen der Verhandlungen in der Mitte treffen, wird der Wechselzeitpunkt zum Knackpunkt der Verhandlungen.
Werder will den Spieler unbedingt im Januar, die Belgien möchten ihn in der Mitte der Saison auf keinen Fall abgeben. Die zugehörige Meldung der eigentlich gut informierten „Deichstube“ ist deshalb auch nicht ganz richtig. Dort heißt es, dass Tomiyasu „kein Thema“ bei Werder wäre. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Belgier bei ihrem kategorischen „Nein“ für einen Wintertransfer bleiben. Da die Hanseaten sofort Bedarf haben, würden sie ihre Mittel dann in einen anderen Spieler investieren. Der Japaner ist noch bis 2021 an St. Truiden gebunden und hat dem Vernehmen nach keine Ausstiegsklausel.